Wesen im Wald- Eine Spurensuche

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Wer aufmerksam im Baselbiet unterwegs ist, entdeckt seit etwa zwei Jahren (2014) immer wieder seltsame Schilder, die an Wegweisern, an Pfosten , abgestorbenen Bäumen oder alten Schöpfen angeschraubt sind. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, möglichst viele davon zu fotografieren, denn sie verschwinden oft wieder schnell.  Die Aufnahmedaten auf den Fotos sind natürlich nicht mit den Herstellungsdaten identisch, da es manchmal  Jahre dauern, bis  eine Tafel entdeckt wird.    Der Urheber ist nach wie vor nicht bekannt.  Für den Namen der Webseite benutzte ich den Stempel, der manchmal auf neueren Bildern zu sehen ist. Handelt es sich um eine neue Form von Streetart, quasi um Forest-Art oder im weitesten Sinne Land-Art?

Erstes Auftauchen:

 

Immer wieder tauchten in der  Region Basel geheimnisvolle Schilder auf

Auf BAZ Online erschienen am 19.5.15


Fortsetzung der Chronologie

Dieses Inserat erschien Ende April 2015 im Gemeindeanzeiger von Lupsingen.

In der Chronik Baselland vom Mai 15 erschienen:

BAZ Online vom 11.5.15


Hier beginnt die Chronologie:

Bilder 2014 entdeckt


Interessantes Mischwesen aus Engel und Insekt. Es deutet die mögliche Metamorphose vom Tier zum Geistwesen an.  In der Verpuppung löst sich das Alte auf, etwas Neues schlüpft aus. 

Der Tänzer, wohl ein keltische Darstellung.

Das stolze Schaf vom Wollweg.

Das Einhorn, Symbol der Reinheit an einem abgesägten Baum.

Zwillingspaar an einem abgesägten Baum. Die Figuren wirken plattgedrückt. Erinnern an das Moorleichenpaar aus der Mumienausstellung 2016/2017 im Naturmuseum Basel. Die roten Haarbüschel ersetzen den roten Punkt

Dieser Vogel hängt bis heute  ( Feb 17) gut sichtbar bei der Waldhütte von Seltisberg. Er wurde nicht, wie viele andere, entfernt.

Im Dezember 2015 tauchten zahlreiche Bilder im etwa gleichen Gebiet auf. Sie sind auf Leinwand gemalt, bunt und mit CT und einem Herz signiert. Sie zeigen alle Tiere auf einem gelben Grund.  Ein Nachahmer oder eine Nachahmerin? Interessanterweise sind sie auf selbst eingeschlagenen Pfosten montiert, wohl um der Entfernung zu entgehen. Zum Teil verschwanden sie, einige haben bis heute (Feb 17) überlebt.

Ein Vogelmischwesen, Schamane?  Einziges mir bekanntes Bild auf selbsteingeschlagenem Pfosten.

Die Schlange verschlingt den Mensch. An einem abgestorbenen Baum.

Folgendes erschien am 15.5.15 in der Sissacher Volksstimme:

Im August 2015 tauchte zum ersten Mal der Stempel "WIW WESEN IMWALD" auf. Der Unbekannte scheint doch das Bedürfnis gehabt zu haben, ein Zeichen zu hinterlassen, eine Spur zu legen. Ich habe oft mit den Stichwörtern nach Info  im Internet gesucht, bin aber nie fündig geworden, bis ich auf die Idee kam, selber zum Chronist dieses Phänomens zu werden, mit der Webseite www.wesenimwald.ch

Bilder 2016 entdeckt

Die" Wesen im Wald "sind in die Stadt vorgedrungen.Typ: Keltische Münze. Erstes, an eine Wand geklebtes Bild?

Totentanz, der Tod holt die schöne Frau. (Bild an eine Wand geklebt)

Tafel an einer alten Bahnschwelle

Wasservogel an einem Bootshaus

Die Wesen nähern sich der Zivilisation. (Gleiches Sujet wie am 2.12.14)

Eindeutig die Venus von Willendorf, eine Steinzeit Göttin, die grosse Mutter, Symbol für Fruchtbarkeit 29500 Jahre alt.

Die Göttin nimmt eine bekannte Trancehaltung ein. Füsse leicht auseinandergestellt,die Knie berühren sich (X-Beine). Die Hände liegen flach oberhalb der Brust.

Erfahrungsschwerpunkte: Unerschütterliche, machtvolle Ruhe. Verwandlung, Sinnlichkeit.

Auf diesem alten Bild sieht man, wie Wind und Wetter den Filzstift zum Verblassen bringen, die Sonne ist wohl mit Acryl gemalt und hält sich besser. 

Halbrelief aus der Höhle Von Laussel. In der Rechten das Füllhorn, welches den Mond und die Fülle repräsentiert, die Linke liegt auf dem schwangeren ? Bauch.

Trancehaltung:Das Horn befindet sich in Schulterhöhe. Es weist 13 Einkerbungen auf.Die linke Hand liegt mit gespreizten Fingern auf dem Bauch.  Erlebnisschwerpunkte: Erneuerung des Lebens, Werden und Vergehen.

Die Chimäre, griechisches Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange.

Eines der seltenen christlichen Motive, sinnigerweise an der Ewigkeitsstrasse.

Kecker Engel mit spitzer Nase überfliegt das Oristal.

Der Keltenfürst von Glauberg, typisch mit seinen "MickyMouse"-Ohren. Sie sollten wohl seine Hellhörigkeit in spirituellen Dingen hervorheben

Die Seele verlässt die Barke, den Körper und fliegt zur Sonne. (Erinnert an skandinavische Felszeichnungen)

Das weinende Auge, ägyptisch?

Vier Finger, die Dreiheit der Axt, ergeben die Sieben, das Eine das Lebensrad.

Zeigt wohl die Verbundenheit der Menschen, wir sind mit allen verbunden.




Bilder 2017 entdeckt

Im Verlaufe des Jahres 2016 und vermehrt 2017 zeigt sich eine Änderung im Verhalten des Unbekannten. Die Produktion geht aber weiter. Schilder werden nicht mehr an Flurnamensschildern oder Wegweisern angebracht, da sie zu oft entfernt oder zerstört wurden. Gemäss meinen Beobachtungen werden an Bäumen befestigte Schilder ganz selten zerstört, vor allem wenn sie höher als 2m hängen. (Wird da eine Leiter benutzt?) Sie sind schwerer zu finden, erscheinen an Weidepfosten, meist alten Bahnschwellen und vor allem an abgestorbenen Bäumen,  manchmal mitten im Wald. Es gibt ja unzählige durch Pilzbefall  abgestorbene Eschen. Die Schilder bleiben so wahrscheinlich über viele Jahre hängen, was dem Hersteller lieber ist, als gute Sichtbarkeit.  Auch sind sie jetzt alle mit Acrylfarbe gemalt, nicht mehr mit Filzstift, aus der Erfahrung, dass sie sonst zu schnell verbleichen. 

Die berühmte Himmelsscheibe von Bebra. Ca. 4000Jahre alt.  Sie zeigt den Sternhaufen der Plejaden,den  Voll- und Leermond. Hat der Sichelmond eine Konjunktion mit den Plejaden, ist Frühlingsbeginn. Hat der Vollmond eine Konjunktion, so ist Herbstbeginn.

Zwei bedeutungsvolle Symbole. Das Ei, Symbol der Einheit und Fruchtbarkeit. Die Schlange steht für Lebenskraft und  Unsterblich-

keit.

Die bekannte Göttin mit erhobenen Armen. (Griechischer Raum?)

  • Tänzer auf einem Feuervogelschiff
  • Er hat wohl eine Schrotladung abbekommen!

Ausgelöschtes Bild. Mit einer Kettensäge(?) wurde die bemalte Schicht weggefräst.

Einer Felszeichnung nachempfunden. Typisch die Handabdrücke.

Tierisch-menschliche Phantasiewesen, verbunden oder im Streit?

Angeschraubt an einer abgestorbenen Föhre.

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Im Frühjahr 2014 tauchen die ersten Bilder auf. Hier an einer "leeren" Verbotstafel in der Umgebung von Gempen. Die Bilder sind gerahmt, die roten Punkte haben ihren Platz noch nicht gefunden. Die Runenschrift macht die Botschaften geheimnisvoll.

Die Bilder scheinen eine Geschichte zu erzählen. Haus, Boot, Eltern, Hund und Kinder. Ein biographisches Bild? Der Schriftzug am Dächli heisst "Zeit". Die Farbpalette ist noch nicht auf Schwarz, Weiss und Rot beschränkt.

Bild mit einem Datum versehen. 9.5.14. Schon nach 5 Monaten arg mitgenommen. Billige Farbe?

Abstraktes Bild. Ein Wort lässt sich entziffern "Mensch". Der rote Punkt sucht seinen Ort.

Mithraskult, die Opferung des Stiers. Mysterienreligion aus römischer Zeit. Wind und Wetter bleichen den Filzstift aus.

Eine "klassische"  Darstellung. Der Stier gibt sein Blut für die Reinigung von den Sünden.

Die Initiation. Urzeitgöttin überwacht das Eintauchen in den grossen Kessel.

Der rote Punkt, noch nicht als "Sonne"

Ein seltsames Bild. Es zeigt Gegensätze, die sich bekämpfen aber auch die Verbindung, das Verstricktsein. Die zottige Urgestalt mit einem feurigen Kern verletzt die differenzierte menschliche Gestalt. Die rote Farbe ist präsent aber noch nicht als Sonne.

Der Stürzende oder der Tänzer. Muss er ins Neue oder will er?

Ab Winter 2014 hat der rote Punkt seinen Platz als "Sonne" gefunden. Die Gruppe erinnert an petroglyphe Figuren.

Die zwei Damen von der Bushaltestelle

Der Kranich vom Pariserweg.(Seltisberg) Eines der grössten Bilder.

Die Spirale symbolisierte bei den Kelten die Reise vom inneren Leben zur äusseren Seele. Die äussere Seele umfasst den Weg zu höheren Geistesformen. Die Spirale ist der Inbegriff des Wachstums, der Entwicklung und der Energie.

Bilder 2015 entdeckt

Die Herrin der Pflanzen. Schild an einem Pfosten.

Ein christliches Symbol. Agnus Dei, hier eher Taurus Dei?-

Der Schamane, sein Denken und Fühlen zieht grosse Kreise. Seine Verbundenheit trägt ihn.

Typ Keltische Münze 

Keltische Münze mit Mond und Baum

Die Hydra aus der griechischen Mythologie. Schlägt man einen Kopf ab, so wachsen 2 neue nach-. Die Hydra steht also für das, was man nur kleinhalten kann, indem man es unberührt lässt.

Lurche mit Kaulquappen bei einem Biotop

Mit dem geringelten dicken Schwanz, wohl eine Wildkatze. Sinnigerweise hängt sie an einem Schopf beim Hundesportverein.

Cernunnos, ein keltischer Gott (Sujet stammt vom keltischen Silberkessel von Gundestrup)

Initiation oder Menschenopfer vom Gundestruper Kessel.

Immer wieder taucht die Thematik des Totentanzes auf, wohl als Referenz an den Totentanz von Basel

Der Tod holt die dicke Frau. (Urzeitgöttin vom 15.10.14 ?)

Der Tod als Mahnmal beim Parkplatz für die Kletterer.

Bilder 2017 entdeckt

Eines frühes Bild, es beginnt zu zerfallen. Das verleimte Massivholz löst sich nach etwa 3Jahren  auf, die Farbe verblasst.( Zum ersten mal gesichtet am 15.10.14)

Tanz zwischen Hirschwesen und Frau? Die Tafel war am Rande eines Moores montiert.

Vielbrüstiges Wesen neigt sich schützend über eine Pflanze. Die Tafel hängt an einer vom Winde geknickten Fichte.

Mensch und Baum in Zwiesprache.

Gehörnte weibliche Drachenschwanzfrau  macht eine segnende Gebärde.

Entferntes Bild wird ersetzt!

Dieses Bild hing etwa 2 Jahre an einem abgestorbenen Baum , wurde dann aber gewaltsam entfernt. Nach einigen Monaten wurde das  Bild durch ein leicht abgeändertes ersetzt.(Roter Punkt jetzt links, anderes Gesicht)

Das neue Bild mit dem gleichen Motiv, diesmal mit Stempel.